Grenze ist nicht Mauer

Wer kennt das nicht? Sie haben selbst viel zu erledigen und werden dauernd um Hilfe / einen klitzekleinen Gefallen gefragt. Sie sind der Meinung, sie müssen all diesen Menschen helfen weil, weil, weil….. Und wer bleibt auf der Strecke? Die Frage ist nicht schwer zu beantworten… genau, das sind Sie! Und wenn Sie mir jetzt sagen: „ich bin nun mal so, ich kann nicht nein sagen“. Dann sage ich Ihnen, das ist ein Trugschluss! Sie sagen andauernd „Nein“ und zwar zu sich selbst!

Was passiert, wenn Sie  „ja“ sagen und „nein“ meinen?

Die Aufgaben stapeln sich, Ihre Angelegenheiten bleiben nicht erledigt, Sie zerreißen sich zwischen mehreren Stühlen, vergessen sich selbst und Ihre Freizeit, reagieren auf die Menschen, die Sie um Ihre Hilfe gebeten haben, säuerlich. Diese verstehen wiederum Ihre Reaktion nicht, wo doch alles geklärt war und gut sein sollte. Beziehungen knirschen….

Wofür sind die Grenzen gut:

  • machen der Umwelt klar, wofür Sie zuständig sind und wofür nicht
  • machen den Mitmenschen klar, was Sie sind und was Sie nicht sind
  • machen den Menschen klar, was von Ihnen zu erwarten ist und was nicht
  • helfen nicht nur Ihnen selbst, sondern auch Ihren Mitmenschen, das richtige Maß an Verantwortung zu übernehmen
  • helfen, Stabilität zu gewinnen
  • zeugen von Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl
  • helfen, langfristig die Beziehungen sogar zu vertiefen

Grenze oder Mauer?

Wenn Sie sich nicht abgrenzen können, werden Sie anfangen zu mauern. Das Mauern kann sich in folgenden Verhaltensweisen äußern:

  • Andere misstrauisch auf Distanz halten
  • Sich verbergen, nicht ans Telefon gehen
  • Schroff oder distanziert verhalten
  • Keine eigene Meinung vertreten
  • Mürrisch reagieren
  • Andere attackieren, wenn diese unabsichtlich Grenzen überschreiten, die völlig unsichtbar sind
  • Erst Zusagen machen und dann Ausflüchte finden usw.

Wie fange ich an?

Wie fange ich an, mich abzugrenzen und wie sage ich es?